Hello again!Teil 1:Woche im Dschungelcamp;)

Donnerstag, 01.04.2010

 

Hujambo!

Nach etwas mehr als 2 Wochen, berichte ich nun von den Ereignissen bis jetzt beziehungsweise von meiner Woche im Regenwald in Virhembe.

Nach einer etwa 6 stuendigen Matatufahrt, bei der leider meine Kamera aus meiner Handtasche geklaut wurde als ich geschlafen habMissbilligen, kam ich am Montag Nachmittag in Virhembe an.

Am naechsten Morgen sind wir, Jeremy und Ich, in den Wald gegangen um neue Baeume zu pflanzen und die bereits gepflanzten zu bewaessern!

Wie bereits erwaehnt, pflanzen die Leute vom KEEP Volunteerprojekt Baueme und bewaessern diese, um sie spaeter in den Regenwald umzusiedeln bzw zu verkaufen.

seedsKEEP projekttreesich und baueme

Nach ein paar Stunden sind wir dann zurueck nach Virhembe gelaufen, wo die Gastfamilie ein kleines Restaurant betreibt und auch wohnt. Restaurant heisst hier in Kenia "Hotel" und unterscheidet sich auch sonst voellig von unserer Vorstellung von einem Restaurant. 

Im Restaurant namens"Forest View" der Gastfamilie gibt es zum Beispiel nur 3 verschiedene Dinge zu Essen und zum Trinken gibt es den typisch kenianisch gesuessten Tee, der einfach nur wie fluessiger Zucker mit Milch schmeckt! Mir hat das Essen nicht ganz so gut gefallen, aber es ist genau wie bei mir in Gilgil, man muss sich einfach dran gewoehnen, denn man hat hier keine grosse Auswahl oder sonst irgendwelche Extraoptionen. In Virhembe zum Beispiel, kann man froh sein wenn man eine unreife Ananas oder sonst irgendwelche Fruechte entdecktm waehrend man in Kakamega fuer 5 cent 10 Bananen kriegen kann!Überrascht

Von links:githeri(mais,bohnen und oel),chapatti(frittiertes fladenbrot) und mandazi(frittierte,suesse

Nach dem Mittagessen sind wir dann zum Fluss gegangen, um Wasser zum Duschen und Zaehne putzen zu holen, fuer uns kaum zu glauben aber in so kleinen Doerfern gibt es mesit kein fliessendes Wasser und auch der Strom faellt mindestens 4 mal pro Woche fuer einige Stunden aus. Auf dem letzten Foto seht ihr die Dusche, von der ich ja schon voller Begeisterung berichtet habe, die Toilette wollte ich nicht fotografierenWinken

Wie man sieht, besteht die Dusche aus einem Loch im Boden in einer kleinen Kabine. Man waescht sich mit einem Plastikbecher. Am ersten Tag bin ich echt durchgedreht, aber nach ein paar Tagen fand ich es dogar richtig angenehm, das Wasser aus dem Fluss ist naemlich wirklich ziemlich sauber und man gewoehnt sich wirklich an vieles wenn man von Menschen umgeben ist, die ihr ganzes Leben so verbringen!

Wasser holen flussVirhembeweg zum flussdie dusche :)Mein zimmer(scheune)

Am naechsten Tag sind wir bereits um 5 Uhr aufgestanden, um 1,5 Stunden zum Rondo Hill zu laufen, von wo aus man den Sonnenaufgang sehr gut sehen kann

sunrise

Am naechsten Morgen sind wir Freiwilligen mit den Leuten vom KEEP Projekt in ein kleines Dorf gelaufen, um dort die lokale Schule zu besuchen und die Kinder zu behandelm, die unter einer Krankheit namens "Jigga" leiden.

Ich habe vorher noch nie etwas davon gehoert, da diese Krankheit nur dort auftritt, wo extremer Mangel an Hygiene herrscht, also in sehr armen und laendlichen Gebieten und bestimmt nicht bei uns. Uebertragen wird Jigga durch kleine Fliegen, die ihre Eier unter die Fuss- und Fingernaegel legen, bis diese abfaulen und schwarz werden. Die meisten der etwa 70 Kinder an der Schule, die wir besucht haben wiussten noch nicht einmal wie man sich waescht, das heisst die Leute von KEEP mussten ihnen vormachen wie man sich die Haende und Fuesse und Haare etc waescht.Ausserdem sind die "Haeuser" vieler Familien in solchen Gebieten aus Tiermistund Erde gebaut oder wie man es nennen will, was natuerlicheine Fliege die sich von Dreck ernaehrt anzieht.Jigga kann im fortgeschrittenen Stadium den ganzen Koerper befallen, zum Glueck habe ich das nicht gesehen, stelle es mir allerdings wie Lepra vor. Nach der " Waschlektion" mussten die Kinder nacheinander ihre Fuesse in eine Loesung halten, die die Fuesse aufweicht und die Eier der Fliege toetet. Anschliessend haben wir Freiwilligen den Kindern, natuerlich mit Handschuhen!!!, die Fuesse mit einer antibakteriellen Salbe eingeschmiert, was eine ziemliche Ueberwindung fuer mich war....Schreien

JIGGA befallener Fussich beim eincremen

Auf dem Rueckweg haben wir auf dem Weg ein kleines suesses Chamaeleon gefunden, was sehr lustig war, denn die Einheimischen halten Chamaeleons fuer die Verkoerperung Satans auf ErdenLachanfall

Als sie gesehen haben, wie wir das Tier gestreichelt haben, sind sie voellig durchgedreht und haben versucht uns mit Fluechen auf Swahili abzuhalten, die meisten sind einfach schreiend davongelaufen! Wenn es naemlich um religioese Fragen geht, kann man mit den meisten kenianern nicht diskutieren. Als ich gesagt habe, dass ich mir nicht 100% sicher bin ob es Gott gibt, wurde ich mit den Worten "God save your soul,madame" sehr mitleidig angeguckt, denn die Menschen sind davon ueberzeugt dass mich diese Auesserung in die Hoelle befoerdert. Die Hoelle ist uebrigens auch ein interessanter Ort, die Einheimischen glauben, dass die "Boesen" in der Hoelle so sehr schwitzen,weil es so heiss ist, dass sie in ihrem eigenen Schweiss ertrinken waehrend die "Guten" damit ihre Felder bewaessern koennenLachanfall

So nun ist es genug, ich werde morgen weiterschreiben unzwar ueber das wesentliche und interessante: Meinen Trip nach Mombasa und Lamu !!!!

 LächelnLächelnLächelnIch habe naemlich viele interssante Dinge erlebtUnschuldig, bin aber jetzt zu muedeCool

Lala Salama rafiki!

Wie immer freue ich mich ueber eine Meldung, habe gehoert in Muenster wird das Wetter langsam besser....?Meine Lamu Braeune, um nicht zu sagen Schwaerze haha, ist leider schon fast weggeschaeltWeinen

werde mich also ranhalten muessen!

Ich denk an Euch, Ganz vieleKussKussKuss