Berichte von 02/2010

Dier ersten Wochen Teil 2

Samstag, 27.02.2010

 

 Abari(=hallo) IhrLächeln

Also, wie versprochen folgt nun der zweite Streich, denn in den ersten beiden Wochen habe ich zwar nicht unbedingt viel unternommen, aber trotzdem einiges erlebt!

Ich fange jetzt einfach mal an, euch meinen Tagesablauf so genau wie moeglich zu beschreiben! Ich stehe morgens um viertel vor 7 auf(bei euch ist es dann erst viertel vor 5), gehe duschen und fruehstuecke dann mit meiner Gastmutter. Zum fruehstueck gibt es meistens toast (ungetoastet, aber das ist hier normal) mit Butter oder Marmelade und Mangosaft oderr sehr leckeren Kaffee(trotz Instantpulver)da er ja von hier kommt,oder zumindest aus Ghana. Meistens esse ich noch irgendwelche tropischen Fruechte die gerade da sind, die Mangos und die Ananasse(?) sind hier sooooooooo lecker und schmecken wirklich ganz anders als bei uns, viel suesser! Es gibt hier unendlich viele Gebaeckvarianten, die allerdings alle aus Wasser, Mehl und Salz oder Zucker bestehen und dann frittiert oder gebraten werden!

Auf Oel legen die Leute hier sowieso sehr viel wert, was ich sehr niedlich finde. Im Supermarkt gibt es ueber 100 verschieden Oel und Margarine/Bratfett/Backfett/ Frittierfett/Oel fuer Gemuese/Oel fuer Fisch/Oel fuer Fleisch - Sorten, worauf die Leute auch sehr stolz sind, denn es ist hier sehr wichtig, dass man fuer jede Speise das richtige oel hat. Ich werde bei Gelegenheit ein Foto von der Supermarktabteilung machen, finde das so suess!

Nach dem Fruehstueck gehe ich zu Fuss, wenn es nicht so sehr geregnet hat dass ich bis zu den Knocheln im Matsch stecke, zu meiner Schule, was etwa 10 Minuten dauert.In der ersten Stunden kontrolliere ich dann die Hefte der Kinder, das heisst ich male LächelnoderUnentschiedenoderMissbilligen drunter und bereite meine Stunden vor. Das heisst ich denke mir Spiele zu den Vokabeln aus, letztes Mal haben wir erst die Tiere auf Franzoesich durchgenommen und dann Pantomime gespielt, was die Kinder total gut fanden, hier wird inder Schule naemlich nicht gespielt, die anderen Lehrer finden das glaube ich auch seltsam, dass man das bei uns in der Grundschule macht und vor allem dass Kinder in Deutschland nicht geschlagen werden ("But how do the children learn in your country?")

Schulweg:

 

Gegen 1 Uhr gibt es Mittagessen, das ist wirklich nicht so toll, und um das zu beschreiben muss ich definitiv einen eigenen Eintrag einrichtenLachanfall

Am ersten Tag dachte ich echt es verabscgiedet sich gleich alles direkt wieder, aber ich habe mich dran gewoehnt und bin jetzt auch etwas bescheidener in der Hinsicht gewordenCool Es gibt also entweder Reis mit Bohnen und Mais oder "Ugali" mit Bohnen und Mais,an guten Tagen auch mit Linsen, was ich wirklich ekelig finde...Ihr solltet es mal googeln,das ist das Hauptnahrungsmittel derLeute hier und es schmeckt einfach nach....nichts!oder nach Pappe,es besteht ausschliesslich aus Mehl, das mit kochendem Wasser zu einem Brei verarbeitet wird. Reis und alles andere ist kein Problem aber Ugali ist jeden zweiten Tag eine neue Herausforderung fuer mich, vor allem weil die Kuechenleute mir immer ganz viel geben und ganz oft fragen wie es schmeckt und immer so enttauescht sind wenn ich etwas nicht aufesseSchreien 

Essen, allerdings kein Ugali sondern Brei aus Kartoffeln, Spinat, Knoblauch und Oel, ist typisch afrikanisch!

das isst ma hier zum fruehstueck:Kartoffeln mit krauetern und oel gestampft und dann gebraten!

Es ist sowieso unbegreiflich fuer sie, dass ich ugali nicht kenne, was mich direkt zu den Fragen fuehrt, die die Leute hier so an mich haben(ich schreibe das nicht um mich darueber lustig zu machen,sondern damit ihr euch vorstellen koennt wie die menschen mich hier so sehen) :

1. Was ist euer Hauptnahrungsmittel in Deutschland?

2. Sind deine Eltern erfolgreiche Bauern, verkaufen sie viel Getreide in deinem Land? (Nachdem ich gesagt habe wie teuer der Flug von Deutschland nach Kenia war, was fuer die Menschen hier ein Jahresgehalt ist!)

3. Ich habe gehoert ihr habt so etwas ganz schnelles in dem Leute transportiert werden,es heisst "Zug" , was tut es?

4. Halten die Deutschen Winterschlaf wenn es so kalt ist bei euch?

5. Sterben die Menschen nicht wenn es Winter ist, wartet ihr dann einfach im Haus bis der Winter vorbei ist oder muesst ihr trotzdem arbeiten?

6. Nach einem Blick in mein Etui: Du hast so unglaublich viele Stifte, du musst sehr reich sein.

7. Haben die einzelnen Staemme in Deutschland manchmal Strassenkriege?

8. Wann wollen deine Eltern dich verheiraten?

Aber das interessanteste fuer alle Menschen mit denen ich jetzt geredet habe war, dass man in Deutschland Geld bekommen kann wenn man nicht arbeitet. Zu diesem Thema habe ich schon so viel erzaehlen muessen, die Menschen hier empfinden das als unglaublich und verstehen nicht dass sowas moeglich ist.

Begeistert sind sie auch wenn sie meine Kamera oder meinen MP3 Player sehen, klar kennen sie Handys und alles aber das ist wirklich als wuerde man einem kleinen Kind Spielzeug schenken, aber ich bin immer sehr hoeflich und habe auch noch nie angefangen zu lachen, selbst wenn esfuer mich komisch klingt,mir tut es eher Leid. Vor allem weil die Menschen hier nicht bloed sind, sie sind in der Hinsicht sogar sehr sensibel und merken sofort wenn jemand sie nicht ernst nimmt, es ist ihnen naemlich oft sichtlich unangenehm, dass sie manche Dinge ueber Europa und Deutschland einfach nicht wissen.

Das ist einfach eine ganzandere Welt hier, die Leute sind nicht bloed aber sie leben wie gesagt ein ganz anderes Leben und sind dafuer auch umso stolzer dass ich als , ihrer Meinung nach, hochgebildeterCool Mensch ihr Land besuche und wollen mir gerne alle Gebraeuche und Lebensweisen zeigen.

Ich habe mich hier wirklich von der ersten Sekunde an willkommen gefuehlt, weil hier wie gesgat jeder mein freund sein moechte und jeder moechte mir helfen, mir etwas abnehmen, etwas fuer mich abwaschen,meine Hand schuetteln oder einfach neben mir laufenLächeln

Weiter zu meinem Tagesablauf, bevor ich gleich heim gehe:

Nach dem Mittagessen gebe ich meine Unterrichtsstunde und anschliessend gehe ich meistens ins Dorf, kaufe etwas ein,bereite etw

as vor oder treffe mich mit ein paar Leuten aus Gilgil(ich kenne schon sehr viele) 

Abends koche ichmir zu Hause selbst etwas oder ich gehe Essen, ich kriege schon fuer 2,50 ein richtiges  grosses essen mit getraenk und nachspeise!!!

Am ersten Wochenende war ich Samstag mit meinr Gastmutter bei einem Hilfsprojekt des Lions Club Gilgil (kennt ihr vielleicht, ist eine internationale Hilfsorganisation), bei  dem Menschen mitten aus der provinz durch Freiwillige und Spenden das erste Mal in ihrem Leben (!!!!!!!!!!) zum Arzt gehen konnten. 

Viele hatten den grauen Star, die meisten aber HIV /Aids. Sogar 30% der Kinder an meiner Schule leiden unter HIV, meistens wegen mangelnder Hygiene oder seit der Geburt durch die Eltern uebertragen. Gestern wurde ein kind mit Malaria nach Hause geschickt, die Eltern haben kein Geld um Medikamente zu besorgen, sagte meine Gastmutter, als ich nach einer Krankenversicherung fragte, dachte sie ich wuerde einen scherz machen....

Am Sonntag habe ich mir den Markt in Gilgil angeschaut und sonst auch alles erkundet, was es zu erkunde gabCool

sooooooooooooo ich lade jetzt noch ein paar fotos hoch damitihr euch das besser vorstellen koeent und versuche so bald wie moeglich wieder zu schreiben, es ist schon wieder viel passiert...

Spinnenkampf Teil 1 von 10000000000000

AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHSchreien


 

 

Meldet euch, ich vermisse euch!

KussKussKuss

 

 

 

 

Die ersten zwei Wochen...Teil 1

Freitag, 26.02.2010

Hallo Ihr zu Hause:)

Ich habe es leider erst jetzt geschafft meinen Blog zu aktivieren,  da hier in Kenia so oft der Strom ausgefallen ist und somit auch die Internetverbindung! Es regnet naemlich schon jetzt sehr stark, zwar nur fuer etwa eine Stunde pro Tag, aber dann auch ziemlich heftig! Dafuer scheint die Sonne den restlichen Tag so heiss, dass man sich kaum draussen aufhalten kannCool

Mein Flug von Duesseldorf nach Istanbul und von da aus nach Nairobi war gut, obwohl ich am Flughafen von Nairobi schon den ersten Nervenzusammenbruch hatte, weil niemand da war um mich abzuholen, denn mein Flug hatte ziemlich Verspaetung. Erst nach einer halbe Stunde habe ich den Mann gefunden, der ein Schild mit "Sofia Maria" (?!)in der Hand hielt. Anschliessend wurde ich fuer die Nacht bei einer Frau aus Nairobi untergebracht. Sie hiess Susan und war total nett, sie hat mich dann am naechsten Tagin die Stadt gebracht, wo mich John und James, die Betreuer des Projekts hier in Kenia abgeholt haben.

Dann sind wir zusammen nach Gilgil gefahren,wo ich erst einmal ausgepackt und dann die Schule besichtigt habe!

Die Schule heisst Westway College Gilgil und ist verhaeltnismaessig klein und sieht natuerlich auch voellig anders aus als Schulen in Deutschland... Sie ist aus Stein gebaut, die Daecher bestehen allerdings aus Wellblechen und ueberhaupt fehlt es hier an ALLEM! Die Kinder haben keine Stifte, viele koennen sich keine Buecher leisten, es gibt wenig Materialien(ich habe ein zusammengeflicktes Heft mit dem ich meine Franzoesischstunden vorbereite)und der "Boden" ist voller Risse! Ich werde versuchen so viele Bilder wie moeglich hochzulade, denn ansnsten ist es einfach unmoeglich sich vorzustellen, wie es hier aussieht und wie die Menschen hier leben.Ich wurde von den Lehrern und von den Kindern sehr freundlich begruesst, sie waren sehr aufgeregt mich zu sehen....fuer die leute hier bin ich naemlich etwas ganz Besonderes, manche denken sogar ich waere nicht echtLächeln

Ich unterrichte jetzt eine Klasse von 28 Schuelerinnen und Schuelern in Franzoesich, was fuer mich mit meinem Schulfranze am Anfang schon schwer war, mittlerweile geht es aber. Die Kinder sind um die 9 Jahre alt und das unterrichten macht mir echt Spass. Ich denke mir auch immer kleine Spiele aus und versuche alles moeglichst einfach und spielerisch zu machen,die restlichen Lehrer haben naemlich eine gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan andere Einstellung zum Unterrichten etc. Die Kinder werden gier leider fast tagelich geschlagen, was ich wirklich schlimm finde,habe auch schon mit meiner gastmutter gesprochen....Ausserdem wird hier nicht gespielt oder getobt sondern eher gepredigt und auswendig gelernt!Das hoert sich an als waeren die Menschen hier sehr brutal aber ,ohne das zu rechtfertigen, sie haben einfach nicht die Methoden und das Wissen. Die Lehrer glauben felsenfest, dass es ohne Schlaege und Strenge unmoeglich ist den Kindern etwas beizubringen...

Die Reaktionen auf mich sind alle positiv, manchmal werde ich zwar auch skeptisch angeguckt aber meistens wollen die Leute hier mit mir sprechen, mich gruessen, mich anfassen oder etwas ueber mein Land wissen!

Kaum zu glauben aber wenn ich in Gilgil auf die Strasse gehe, werde ich von den Kndern angefasst und verfolgt wie ein Superstar.

Heute haben sie mich sogar angeleckt um zu gucken wie ich schmecke, was mir dann aber doch etwas zu viel war. Man kann sich das echt nicht vorstellen aber die Leute hier kennen "Msungos"(=weisse)wie mich sonst nur aus dem Fernsehen.

Die Kinder sind wirklich suess, heute haben sie die ganze Zeit gefragt "What is it" und auf meinen Kopf gezeigt. Es hat ganz schoen lange gedauert bis ich gecheckt hab, dass sie meine Haare meinen..... Überrascht

Die Maenner indem Ort in dem ich lebe finde ich allerdings nicht so suess, sie sind zwar sehr freundlich aber sie stalken wenn man mit ihnen redet und verstehen das dann auch als liebeserklaerung wenn man sie nach dem weg fragt. Natuerlich sidn nicht alle Maenner hier so! Aber die Leute die nicht einmal die Grundschule besucht haben, denken ich komme von einem anderem Planeten und manche denken auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Das tut mir war manchmal Leid aber ich hatte in der ersten Woche schon ein lustiges und lehrreiches Erlebnis, sodass ich jetzt etwas mehr aufpassen werde:

Ich bin die Hauptstrasse meines Ortes entlang gelaufen, als mich ein Typ der ca. 20 war ansprach und mir meine Einkaeufe herumtragen wollte. Ich sagte "Fine.Thanks" weil ich mir nichts dabei dachte, ich dachte er wollte geld dafuer haben. Auf dem weg zurueck nach Hause erzaehlte ich ihm dass ich aus Deutschland komme, woraufhin er sagte ich sei gesegnet und wie deutschen seien Goetter und aehnliche komische Dinge(wir waeren gut im Krieg fuehren....?)Als wir mein Gasthaus erreichten,wollte er meine Nummer haben, ich hatte zu dem Zeitpunkt noch kein Handy haette sie ihm aber sowieso nicht gegeben obwohl er ausser diesen Deutschlandsachen sehr nett war! Als ich mich verabschiedete fragte er mich dann ob ich ihn heiraten wolle, woraufhin ich natuerlich lachte und sagte"yes,of course."LachanfallLachanfallZunge ausstrecken Dann wurde er ploetzlich sauer und meinte er wuesste aber dass er mich lieben wuerde und so weiter. Ich musste trotzdem lachen und konnte mich nicht zusammenreissen!als ich mich umdrehte, wsar er toedlich beleidigt und meinte er wuerde mich finden und heiraten!

Das ganze hat sich innerhalb von 5 minuten abgespielt und ich habe wirklich in keiner sekunde meine liebe fuer ihn kenntlich gemacht! hier in afrika darf man sich als frau, vor allem aber als weisse frau nicht zu lange mit maennern unterhalten, weil sie das laut meiner gastmutter etwas anders auffassen als wir in europa. es gibt hier auch keine freundschaft wischen maennern und frauen so wie wir das kennen, in der schule ist es selbstverstaendlich dass die frauen an einem tisch getrennt von den maennern essen und auch sonst ist es absolut nicht vergleichbar.

Manche Frauen hier gucken mich wegen meiner ihrer meinung nach kurzen Kleidung auch komisch an(bei uns wuerde das nicht als kurz gelten, hose und t-shirt, roecke trage ich nach rat der lehrer der schule hier nicht mehr)aber ansonsten sind die Menschen hier wirklich sehr sehr freundlich,neugierig,offen und liebenswert! Anders als bei uns, moechte hier jeder dein Freund sein udn dich kennen lernen!

ich weiss wirklich nicht wo ich anfangen soll zu erzaehlen worin die unterschiede zwischen deutschland und kenia meiner meinung nach bestehen und wie die menschen hier leben, weil es einfach so anders ist, dass man es nicht vergleich kann!!!!

 

och wollte diesen eintrag eigentlich nicht unendlich lang machen, deswegen hoere ich jetzt auf, werde aber noch einen zweiten teil dranhaengen denn es gibt sehr viel zu erzaehlen! Ansonsten lade ich jetzt noch bilder hoch, das ist glaube ich, sowieso interessanter fuer euch!

Naechtes mal berichte ich dann von meinem besuch beim arzt, den essgewohnheiten und was mir sonst noch so einfaellt!

 

 

Ich vermisse euch alle jedenfalls sehr und freue mich auch schon euch im juli zu sehen!!wenn ihr wollt, dann schreibt mir doch mal wie es in deutschland so ist und was ihr feines macht! Kuss

Erster Eintrag

Freitag, 26.02.2010

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.