Bilder

Freitag, 28.05.2010

 Hier habe ich noch ein paar Bilder fuer euch hochgeladen, erst einmal von meiner Schule und den Kindern hier in Nairobi sowie von den suessen Getieren, die hier zu Tausenden(kein Scherz)herumfliegen und so gross wie meine Hand sind....

riesenheuschreckeklasse 6,die ganz coolen:)klassenzimmerUnser Vorbereitungs bzw Aufenthaltsraum mit Marianne und Kilian(Weltwaerts Freiwillige)klasse 4kinder klasse 5(lieblingsklasse)Schule von aussen...klasse 6klasse 4

 

 

Letzten Samstag im "Elephant Orphanage", einem Waisenhaus fuer Elefanten, deren Eltern tot sind oder die von den Eltern nicht angenommen werde. Es war ganz suess aber eigentlich  einfach nur was fuer Touristen zum Fotografieren. Fand es aber sehr suess, dass die Elefantenbabies sich wirklich am Schwanz halten wenn sie in einer Reihe marschieren!

 elefant trinkt9 Liter Porridge(Fruehstueck)baby

 

 Und hier noch ein paar Fotos von meinen zwei Wochen in Mombasa, ist zwar schon etwas her (Mitte bis Ende April) aber egal:

krebsmangos!!!mombasastrand(leider etwas bewoelkt)strand2...die aelteste moschee in mombasa, nicht unbedingt die schoenste. so wie die beiden frauen vorne im bild laufen eigentlich alle frauen herum, wie gesagt es ist einfach sehr arabisch gepraegtso sauber ist es hier ueberall,herrlich!kokospalmen in takaungutoni und ich vorm fort jesus, mit ihm bin ich rumgereist, er war auch von meiner organisation!kokosnuesse zum trinken(noch nicht ganz ausgereift, werden also nur fuer die kokosmilch geschlachtet)...so sehen sie dann ausmombasa bei nacht, so viel erkennt man leider ja nicht...takaungu beach, der schoenste den ich in meinem leben gesehen habe!man sieht wie riesig sie sind aber die kenianer klettern ohne probleme hoch!!lecker!verstopfter ausfluss in unserem zimmerherrlichmein bein nach dem motorrad fahren, so ein 100grad heisser auspuff muss ja auch nicht gesichert werden...

Ich werde demnaechst auf jeden Fall noch ein paar mehr Bilder hochladen, dauert leider nur immer ewig....Diese Woche gab es nichts spannendes, ich war auf einem Seconhand Markt, habe Freunde besucht und morgen gehe ich mit anderen Freunden in einen Nationalpark und abends Feiern! Das Wetter ist nach wie vor bescheiden, aber wenigstens regnet es nicht mehr so krass, dass man das Haus nicht verlassen kann! 

Kaum zu glauben, aber in fast 2 Wochen bin ich ja schon wieder zu Hause....geht jetzt alles so schnell....ich freue mich natuerlich auf euch,bin aber schon auch traurig dass ich die Kinder und die Leute hier so schnell wieder verlassen muss

 

Alles Liebe und Kuesschen aus Nairobi!!!!

Ich melde mich,vor allem fototechnisch, bald wieder:)


 

Nairobi

Mittwoch, 19.05.2010

 Bon soir ihr zu Hause,

Nach 6 Wochen Schreibpause hat sich bei mir einiges geaendert!Cool

Mittlerweile wohne und arbeite ich nicht mehr in Gilgil,sondern habe das Projekt bzw die Organisation gewechselt und bin jetzt in Nairobi, also der Hauptstadt Kenias!                        Hier unterrichte ich wieder in einer Grundschule Franzoesich und neuerdings auch Religion.

Seit Anfang des Monats bin ich also hier, wo alles sehr anders und sehr viel westlicher ist. Das heisst, ich habe einen grossen supermarkt in unmittelbarer Naehe, werde nicht angefasst und auf der Strasse zeigt niemand auf mich, es gibt"richtige" Geschaefte und Restaurants, ueberall Autos und oeffentliche Verkehrsmittel und es gibt sogar Muelleimer in der Innenstadt(!!!!Die einzige Stadt in Kenia, in der es so etwas gibt....und jetzt stellt euch mal die Strassen hier vor)

Kurz gesagt, es ist alles sehr viel bequemer und einfacher als weisser hier zu leben,trotzdem kann ich nur bis 7 auf die Strasse gehen.

Wenn es hier dunkel wird, ist es fuer mich ziemlich gefaehrlich, 2 Wochen bevor ich kam gab es in meiner Strasse, die zu den besseren Vierteln Nairobis gehoert, eine Schiesserei und auf dem Marktplatz werden am Wochenende regelmaessig Leute(Verbrecher, das heisst sie haben zum Beispiel ein Motorrad geklaut)oeffentlich verbrannt. Die meisten anderen Freiwilligen die hier leben wurden schon mehrfach ausgeraubt, viele Einheimische nennen die Stadt nur "Nairobberi", mein MP3 Player,Handyladekabel, Sonnenbrille wurden mir direkt am ersten Tag aus der Hand(!) geklaut,zahlreiche weitere  Versuche folgten, der letzte am Sonntag....Schreien

Mein Projekt in der BELLA Primary School gefaellt mir gut, es unterscheidet sich nicht gross von meinem ersten, bis auf dass die Kinder hier meiste aus den Slumgebieten kommen und floglich noch aermer sind als die Kinder aus Gilgil.Sie sind allerdings viel neugieriger, gestern habe ich ihnen erklaert wir wir in Deutschland im Winter mit Schnee spielen, wie man einen Schneemann baut und (zu ihrer grossen Enttaeuschung), dass wir keine Hunde und Katzen essen und dass polen nicht die Hauptstadt von Deutschland ist. Vom Unterrichten her ist es nicht viel anders und macht nach wie vor total Spass!Im Moment machen wir die Wochentage und Monate, es ist immer sehr suess was die Kinder mir dann von ihrer Woche berichten. Sonntags ist Kirche natuerlich das wichtigste,ganz stolz erzaehlen sie mir auch dass sie Samstag manchmal Cartoons bei den Nachbarn, die einen Fernseher haben, gucken duerfen.

Im Moment ist hier in Nairobi leider die grosse Regenzeit, das heisst es regnet bis zu 5 Stunden am Tag unzwar so, dass man das Haus ganz bestimmt nicht verlassen will/kann!Oft faellt dann auch der Strom aus, sodass man eigentlich nicht viel machen kann ausser zu warten. Wenigstens ist das wetter bei euch ja auch nicht so klasseWinken

Am Wochenende habe ich mit anderen Freiwilligen den "Masai Markt" besucht, einen Markt fuer traditionelle Kleidung, Schmuck usw usw..... sehr anstrengend, weil man die ganze Zeit vollgequatscht und angefasst und rumgezerrt wird, aber man gewoehnt sich dran. Aehnlich stressig ist es hier, am Wochenende auszugehen, man kann sich vor Heiratsangeboten und Liebeserklaerungen zwar nicht retten aber ich finde es nicht so entspannend....

Naja in 4 Wochen bin ich ja zum Glueck wieder schon in Muenster,freu mich schon total!

Hab jetzt auch ne neue Kamera und dementsprechend jede Menge Bilder fuer Euch, die lade ich aber erst naechstes Mal hoch, dann habe ich auch mehr zu berichtenWinken

Hoffe es geht euch gut, meldet euch doch mal!

Ich vermisse euch und Feta!

Alles Liebe und viele KuesschenKussKussKuss

Eure Marie/Mariele

Hello again Teil 2:Trip to Lamu!!!!!

Sonntag, 04.04.2010

 

Abari und Frohe Ostern!Lächeln

Wie bereits angekuendigt moechte ich heute von meinem 5 taegigen Ausflug (und einer Uebernachtung in Mombasa) nach Lamu berichten!

Nach der Woche in Kakamega haben wir(=Jeremy und ich) von Kakamega ausden Bus nach Nairobi (8 Stunden) und von dort aus den Bus nach Mombasa(noch einmal10Stunden) genommen, was so ziemlich die laengste und nervigste Busfahrt meines Lebens war. Bus fahren muss man sich hier naemlich ungefaehr so vorstellen wie wenn man in Deutschland die ganze Zeit ueber eine Huckelstrasse mit richtig tiefen Schlagloechern fahert. Schlafen ist da so gut wie unmoeglich, ich bin mit meinen 5 blauen Flecken(vom hochgeschleudert werden und dann auf irgendwelche unstabilen unbequemen Dinge fallen) noch gut weggekommen.

Wir sind also nach etwa 24 Stunden, da wir in Nairobi noch auf den Bus nach Mombasa warten mussten, in Mombasa angkommen! Weil Jeremy von vorherigen Reisen einen Freund in Mombasa hatte und wir uns kein Hotel fuer die Nacht nehmen wollten, sind wir also zu Moody nach Hause, der eine "Wohnung",also ein kleines Zimmer auf dem Dach mitten in Mombasa hat,gegangen. Seine Behausung teilt er allerdings mit seine gesamten Freunden, die kommen und gehen, schlafen und beten wann und wo sie wollen, was allerdings normal hier ist. Gastfreundschaft in Kenia heisst vor allem, dass man jederzeit spontan bei einem Freund fuer ein paar Stunden vorbeikommt und wieder geht ohne irgendetwas abzusprechen oder sonstiges, oder es einfach nicht zu tun, das wird hier nicht so eng gesehen. Als ich die Wohnung gesehen habe, habe ich wie immer erst einmal einen kleinen Schock bekommen, ich lasse an dieser Stelle lieber die Bilder fuer sich sprechen. Ich wusste vorher nicht, dass man ohne Moebel in einem kleinen Raum und einem Bett auf dem Dach leben kann, fand es aber nach dem ersten Schreck sogar sehr gemuetlich!In der \nacht gab es sogar einen richtigen Sternschnuppenregen, wir haben bestimmt5 oder 6 direkt nacheinander gesehen.

Abends sind wir in Mombasa Essen gegangen,ich war zwar nur eine Nacht da aber ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so eine interessante und faszinierende Stadt gesehen! Man kann einfach nicht beschreiben wie die Menschen hier leben. Es fahren die teuersten Autos durch die schmalen Gassen, in denen 60 jaehrige Frauen und kleine Kinder betteln, waehrend die Maenner in ihren traditionellen muslimischen Gewaendern beten und die europaeisch gepraegten "modernen" Frauen in kurzen Roecken und Tops rumlaufen. Ueberall sind Katzen, es ist sogar nachts so heiss, dass man sich nicht lange draussen aufhalten kann und es ist so lange hell, dass im Vergleich zu Gilgil oder anderen Staedten die Menschen einfach die ganze Nacht auf der Strasse sind, Pflanzen kauen die angeblich wach oder zumindest high machen und reden. Die Hauser die ich gesehn ahbe sind alle so nah aneinander gebaut und ahben so duenne Waende, dass man es auch eigentlich haette sein lassen. Man hoert alles, man sieht alles und man teilt sowieso alles.Diese unterschiedlichen Einfluesse habe ich wie gesgat noch nie so extrem gesehn udn ich kann mir auch keinen Platz vorstellen an dem es extremer sein koennte.Fuer unser Essen haben wir 6Euro bezahlt, was ziemlich teuer ist, haben dafuer aber auch 8 verschiedene Teller mit allen moeglich Dingen die ich noch nie gegessen habe bekommen! Ich habe leider vergessen Fotos zu machen,vor allem die Kochbananen mit Kokosnuss-Honig-sauce haben total gut geschmeckt, man merkt aber auch daran, dass es in Mombasa unendlich viele Einfluesse aus verschiedenen Kulturen gibt!

 zimmermein bett fuer diese nacht-direkt unter den sternen:)duschetoilette(!!!)moodymoody mit kikoi(kein rock sondern traditionelle kleidung,fuer maenner!)

Am naechsten morgen sind wir dann weiter mit dem Bus nach Lamu gefahren (6Stunden) und von dort aus noch einmal 1/2 Stunde mit dem Boot auf die kleine Insel. 

Klein kann man wirklich woertlich nehmen, es gibt keien Autos auf Lamu, das einzige Fortbewegungsmittel sind Esel!

Nachdem wir unser kleines Zimmer bezogen haben,sind wir zum Strand gelaufen, wie eigentlich jeden folgenden Tag auch! Lamu ist eine richtige Touristeninsel, wir sind mit unseren 10Euro pro Nacht fuers Hotel sehr billig weggekommen, die meisten kosten bis zu 400 Euro pro Nacht!

Von der Insel selbst kann man wirklich nicht behaupten, dass sie besonders faszinierend ist, wie gesagt es ist ein Platz fuer Touristen:Weisser Sand und klares Wasser, kokosnusspalmen und jeden Tag bis zu 40 Grad. Mir hat es echt super gefallen, aber von dem Weltkulturerbe bekommt man einfach nicht mehr viel mit, weil die kleine Insel in den letzten jahren voellig vom Tourismus abhaengig geworden ist!Die Hitze dort ist aber unglaublich,Wir haben bestimmt 5 mal am Tag geduscht, ansonsten waere es nicht auszuhalten. Lamu ist, wie Mombasa sehr stark muslimisch gepraegt, was man vor allem an den "wunderbaren" Gesaengen , die eigentlich den ganzen Tag andauern, merkt. Man wird um 4:30 davon geweckt( es gibt 50 Moscheen auf Lamu, die alle zu den selben Zeiten mit den Gesaengen beginnen und dann geht es eigentlich den ganzen Tag so weiter!)

 beachbeachshella beach

lamu towngasse in lamulamu taxikamel auf der strasse

Demenstsprechend war unser Tagesablauf: Morgens ging es zum Strand(siehe Fotos), mittag haben wir in einem kleinen Restaurant Chapatti und Bohnen fuer 1Euro gegessen und spaeter sind wir in der Altstadt herumgelaufen oder haben in unserem Lieblingsrestaurant am Meer frischgepresste Saefte getrunken, das war wirklich das leckerste was ich in meinem ganzen Leben getrunken habe, wobei fuer ein grosses Glase 1 Euro nicht gerade guenstig fuer die Verhaeltnisse hier ist!!Abends haben wir meistens das "Bao Bao" Spiel(siehe Foto) gespielt, ein Spiel, dass die Leute hier den ganzen Tag spiele zu scheinen. Es besteht aus einem Holzbrett mit 24 Loecher, gespielt wird mit den Samen des Bao Bao Baums, es gibt 6 verschieden Spiele, ich kenn bis jetzt leider nur 2!

saft und bao bao gamelunch(chapatti und bohnen)

Einmal haben wir auch eine Donkey Safari, also eine kleine Tour auf Eseln unternommen, solche Touristenattraktionen sind allerdings leider voellig ueberteuert, sodass es bei dem einen Mal blieb!An unserem vorletzten Abend haben wir dann an einem SwahiliDinner teilgenommen, fuer umgerechnet 4 Euro wurden wir von einer afrikanischen Familie zum Festessen eingeladen. Natuerlich wird mit den Haenden und auf dem Boden sitzend gegessen. Es hat total gut geschmeckt, die Familie hat Red Snapper in Knoblauchoel und Kokosnussreis(Reis gebraten in Kokosnunssoel und Kokosmilch), Samosa, Chapatti und unzaehlige andere traditionelle Gerichte fuer uns gekocht!

dinnerlamu sunrise:)donkey safari

Manchmal sind wir auch fuer 1 Euro mit dem Segelboot zum Strand gefahren, vor allem wenn es mittags wirklich unertraeglich heiss wurde!

 segeln

Ich habe mir leider direkt am ersten Tag einen dicken Sonnenbrand eingefangen, ich schaetze es war der krasseste meines Lebens, habe mich danach allerdings brav bis zur Unkenntlichkeit eingeschmiert und am Ende war ich dafuer auch so braun wie noch nei in meinem Leben, leider hat sich meine Haut mittlerweile wieder komplette geschaelt, sehr zum Vergnuegen aller Kenianer die das gesehen haben. Sonnenbrand und schaelende Haut kennen sie natuerlich nicht, mir wurde mit grosser Bewunderung erklaert, dass ich wenn ich eine neue Haut bekomme wohl neu geboren wuerde, was ein Geschenk Gottes sei!

Vorletzter Abend!ich auf der terasse mit neuem kleid:)

 Eine besondere Sache kann ich an dieser Stelle nicht auslassen, denn die wohl bleibendste Erinnerung an meine Zeit auf Lamu ist definitiv mein Massai Tattoo! Das war eine Spontanaktion wie sie im Buche steht, aber ich bereue es definitiv nicht, vor allem weil meine kleine Erinnerung leider nicht fuer immer bleiben wird, wenn ich in Deutschland bin ist wahrscheinlich nichts mehr von der Aktion zu sehen. Als Jeremy und ich also eines Tages zum Strand gingen und auf dem Weg die auf Lamu lebenden Massai trafen(die allerdings nur Souvenirs verkaufen und die traditionellen Gewaender tragen),kamen wir auf die Idee, eher scherzhaft, uns auch ein Massai Tattoo machen zu lassen.

Massai Tattoos sind die Art Brandmale, die die Krieger als Zeichen ihrer Zugehoerigkeit zu dem Stamm der Massai im Gesicht tragen. Wir waren uns nicht ganz sicher wie genau diese Tattoos gemacht werden, bis wir nach einem kurzen Gespraech mit den Massai spontan beschlossen, uns auch ein Tattoo machen zu lassen. Ich auf den Ruecken und Jeremy auf den Arm. Als die Massai dann einen Draht zusammenbogen und ihn ins Feuer hielten habe ich zum ersten Mal darueber nachgedacht was ich tue, aber da war es schon zu spaetÜberrascht

Es gibt ein sher lustiges Video von der Prozedur, ich kriege jedes Mal einen Lachkrampf wenn ich mich "Wait im not ready" rufen hoere. Obwohl es zielich gefaehrlich aussah und der Draht wirklich gluehend rot war als die Massai ihn auf meinen Ruecken gedrueckt haben, tat es gar nicht so weh wie ich befuerchtet habeCool

Auf Grund meines Sonnenbrandes, der fuer die Massai ein Zeichen fuer meine schwache und empfindliche Haut war, hatten sie grosse Angst mich zu verletzen,sodass mein kleines Brandmal wirklich sher schwach ist und auch nur eine Sekunde hoechstens gedauert hat!

Trotzdem war es eine sehr interessante und lustige Erfahrung, vielleicht werde ich es ja noch einmal irgendwann erneuernWinken

Feuer machen fuers tattoo!Mein Ruecken mit Tattoo(sollte eigentlich in der Mitte sein)und Sonnenbrand,hoffe man erkennt es,es ist eine Art Schnoerkel im Nacken!

 Das wars fuer heute, jetzt ist es auch wirklich genug!

Ich vermisse Euch im Moment ganz besonders, bin naemlich jetzt wieder ganz alleine zurueck in Gilgil und wuensche mir gerade wirklich, bei Euch in MS zu sein....

Erlebe auch nicht gerade viel hier, die Schule ist wegen Osterferien geschlossen und ich bin mir noch voellig unklar wie es weitergeht was meine Organisation,mein derzeitiges Zu Hause etc. angeht.

Werde mich melden, sobald es was neues gibt! Meldet euch, ich hab euch ganz doll lieb!!

Ich hoffe ihr nehmt mir das mit dem Tattoo nicht zu uebel und akzeptiert mich trotz Vernarbung noch als Halb Massai kriegerin wenn ich wiederkommeWinken

Ganz ganz viele KussKussKuss

eure Mariele!

Hello again!Teil 1:Woche im Dschungelcamp;)

Donnerstag, 01.04.2010

 

Hujambo!

Nach etwas mehr als 2 Wochen, berichte ich nun von den Ereignissen bis jetzt beziehungsweise von meiner Woche im Regenwald in Virhembe.

Nach einer etwa 6 stuendigen Matatufahrt, bei der leider meine Kamera aus meiner Handtasche geklaut wurde als ich geschlafen habMissbilligen, kam ich am Montag Nachmittag in Virhembe an.

Am naechsten Morgen sind wir, Jeremy und Ich, in den Wald gegangen um neue Baeume zu pflanzen und die bereits gepflanzten zu bewaessern!

Wie bereits erwaehnt, pflanzen die Leute vom KEEP Volunteerprojekt Baueme und bewaessern diese, um sie spaeter in den Regenwald umzusiedeln bzw zu verkaufen.

seedsKEEP projekttreesich und baueme

Nach ein paar Stunden sind wir dann zurueck nach Virhembe gelaufen, wo die Gastfamilie ein kleines Restaurant betreibt und auch wohnt. Restaurant heisst hier in Kenia "Hotel" und unterscheidet sich auch sonst voellig von unserer Vorstellung von einem Restaurant. 

Im Restaurant namens"Forest View" der Gastfamilie gibt es zum Beispiel nur 3 verschiedene Dinge zu Essen und zum Trinken gibt es den typisch kenianisch gesuessten Tee, der einfach nur wie fluessiger Zucker mit Milch schmeckt! Mir hat das Essen nicht ganz so gut gefallen, aber es ist genau wie bei mir in Gilgil, man muss sich einfach dran gewoehnen, denn man hat hier keine grosse Auswahl oder sonst irgendwelche Extraoptionen. In Virhembe zum Beispiel, kann man froh sein wenn man eine unreife Ananas oder sonst irgendwelche Fruechte entdecktm waehrend man in Kakamega fuer 5 cent 10 Bananen kriegen kann!Überrascht

Von links:githeri(mais,bohnen und oel),chapatti(frittiertes fladenbrot) und mandazi(frittierte,suesse

Nach dem Mittagessen sind wir dann zum Fluss gegangen, um Wasser zum Duschen und Zaehne putzen zu holen, fuer uns kaum zu glauben aber in so kleinen Doerfern gibt es mesit kein fliessendes Wasser und auch der Strom faellt mindestens 4 mal pro Woche fuer einige Stunden aus. Auf dem letzten Foto seht ihr die Dusche, von der ich ja schon voller Begeisterung berichtet habe, die Toilette wollte ich nicht fotografierenWinken

Wie man sieht, besteht die Dusche aus einem Loch im Boden in einer kleinen Kabine. Man waescht sich mit einem Plastikbecher. Am ersten Tag bin ich echt durchgedreht, aber nach ein paar Tagen fand ich es dogar richtig angenehm, das Wasser aus dem Fluss ist naemlich wirklich ziemlich sauber und man gewoehnt sich wirklich an vieles wenn man von Menschen umgeben ist, die ihr ganzes Leben so verbringen!

Wasser holen flussVirhembeweg zum flussdie dusche :)Mein zimmer(scheune)

Am naechsten Tag sind wir bereits um 5 Uhr aufgestanden, um 1,5 Stunden zum Rondo Hill zu laufen, von wo aus man den Sonnenaufgang sehr gut sehen kann

sunrise

Am naechsten Morgen sind wir Freiwilligen mit den Leuten vom KEEP Projekt in ein kleines Dorf gelaufen, um dort die lokale Schule zu besuchen und die Kinder zu behandelm, die unter einer Krankheit namens "Jigga" leiden.

Ich habe vorher noch nie etwas davon gehoert, da diese Krankheit nur dort auftritt, wo extremer Mangel an Hygiene herrscht, also in sehr armen und laendlichen Gebieten und bestimmt nicht bei uns. Uebertragen wird Jigga durch kleine Fliegen, die ihre Eier unter die Fuss- und Fingernaegel legen, bis diese abfaulen und schwarz werden. Die meisten der etwa 70 Kinder an der Schule, die wir besucht haben wiussten noch nicht einmal wie man sich waescht, das heisst die Leute von KEEP mussten ihnen vormachen wie man sich die Haende und Fuesse und Haare etc waescht.Ausserdem sind die "Haeuser" vieler Familien in solchen Gebieten aus Tiermistund Erde gebaut oder wie man es nennen will, was natuerlicheine Fliege die sich von Dreck ernaehrt anzieht.Jigga kann im fortgeschrittenen Stadium den ganzen Koerper befallen, zum Glueck habe ich das nicht gesehen, stelle es mir allerdings wie Lepra vor. Nach der " Waschlektion" mussten die Kinder nacheinander ihre Fuesse in eine Loesung halten, die die Fuesse aufweicht und die Eier der Fliege toetet. Anschliessend haben wir Freiwilligen den Kindern, natuerlich mit Handschuhen!!!, die Fuesse mit einer antibakteriellen Salbe eingeschmiert, was eine ziemliche Ueberwindung fuer mich war....Schreien

JIGGA befallener Fussich beim eincremen

Auf dem Rueckweg haben wir auf dem Weg ein kleines suesses Chamaeleon gefunden, was sehr lustig war, denn die Einheimischen halten Chamaeleons fuer die Verkoerperung Satans auf ErdenLachanfall

Als sie gesehen haben, wie wir das Tier gestreichelt haben, sind sie voellig durchgedreht und haben versucht uns mit Fluechen auf Swahili abzuhalten, die meisten sind einfach schreiend davongelaufen! Wenn es naemlich um religioese Fragen geht, kann man mit den meisten kenianern nicht diskutieren. Als ich gesagt habe, dass ich mir nicht 100% sicher bin ob es Gott gibt, wurde ich mit den Worten "God save your soul,madame" sehr mitleidig angeguckt, denn die Menschen sind davon ueberzeugt dass mich diese Auesserung in die Hoelle befoerdert. Die Hoelle ist uebrigens auch ein interessanter Ort, die Einheimischen glauben, dass die "Boesen" in der Hoelle so sehr schwitzen,weil es so heiss ist, dass sie in ihrem eigenen Schweiss ertrinken waehrend die "Guten" damit ihre Felder bewaessern koennenLachanfall

So nun ist es genug, ich werde morgen weiterschreiben unzwar ueber das wesentliche und interessante: Meinen Trip nach Mombasa und Lamu !!!!

 LächelnLächelnLächelnIch habe naemlich viele interssante Dinge erlebtUnschuldig, bin aber jetzt zu muedeCool

Lala Salama rafiki!

Wie immer freue ich mich ueber eine Meldung, habe gehoert in Muenster wird das Wetter langsam besser....?Meine Lamu Braeune, um nicht zu sagen Schwaerze haha, ist leider schon fast weggeschaeltWeinen

werde mich also ranhalten muessen!

Ich denk an Euch, Ganz vieleKussKussKuss

Wochenende in Kakamega

Dienstag, 09.03.2010

Hallo ihr zu Hause,ich hoffe euch geht es gut!

jetzt moechte ich euch erst einmal von meinem Wochenende in Kakamega berichten denn das toppt wirklich alle meine Erfahrungen mit Spinnen,sonstigen Tieren und jeglichem LuxusLachanfallBilderaus Gilgil: Mein Mittagessen(ugali), Obststand,Hausaufgabenheft, "Pickipickis"

Am Freitag, nachdem ich mit Tess im Butors,unserem Lieblingsrestaurant zu ihrem Abschied fuehstuecken war,bin ich mit dem "Matatu", dem busartigen Fortbewegungsmittel der Afrikaner, von Gilgil nach Nakuru und von dort aus nach Kissumu und von da aus weiter nach Kakamega gefahren, um mir dort ein Freiwilligenprojekt im Regenwald anzusehen.

Bilder vom Regenwald, das zweite von links ist jeremy mit schwein

schmetterling

Alleine die Fahrt in so einem Matatu ist sehr abenteuerlich. Das ist eine Art Van, in dem 15 Leute sitzen, es koennen aber auch 20 sein, wenn ein anderes Matatu eine Panne hat. Man kann sich sowieso nicht so ganz sicher sein wann man wo und wie ankommt, jetzt verstehe ich auch warum die Kenianer Zeitangaben nicht besonders praezise treffen("I come to see you around the afternoon"kann 15 uhr aber auch 18 uhr heissen),man kann naemlich nie wissen ob das Matatu nicht zwischendurch ausfaellt und man dann selbst anschieben muss oder wie lange man von A nach B braucht und vor allem wie lange man bei B wartet um nach C zu kommen....Bei mir hat es jedenfalls von 11 Uhr bis 18 Uhr gedauert.Ich finde es allerdings immer sehr lustig,als "msungo"werde ich naemlich jedes Mal von meinem Nachbarn unterhalten,ob ich es will oder nicht und ob ich zuhoere oder nicht Lächeln

Auf dem Weg nach Kissumu zum Beispiel sass ein aelterer Herr neben mir, der mir 3 Stunden lang sehr interessiert Fragen zum Thema Muellverwertung und zum Beruf des Muellmanns in Deutschland stellte(Hier in Afrika gibt es weder oeffentliche Muelleimer noch Muellabfuhr , der Muell liegt einfach ueberall auf der Strasse)

Auch wenn sie meine Digitalkamera sehen, sind die Leute hier immer sehr interessiert und stellen sich staendig ins Bild wenn ich zum Beispiel den Markt oder die"Matatu station"fotografieren will. Aber wie immer sind sie wirklich ohne Ausnahme sehr nett und freundlich(Manchmal aufdringlich,vor allem die Hanedler, aber ich gewoehne mich daran) Gerade deswegen fuehle ich mich auch alleine sicher, denn ich bin mir 100prozentig sicher, dass jeder Kenianer selbst wenn ich ihn nicht kennen wuerde, mir bei jedem Problem helfen wuerde!Seit ich hier bin, wurde ich schon so oft eingeladen oder mir wurde angeboten mich irgendwo hinzubringen, das ist nicht vergleichbar mit der Gastfreundschaft wie wir sie kennen.

Nach meiner Ankunft in Kakamega wurde ich von Jeremy, ein Franzose aus Bordeaux, an der Matatu Station abgeholt und in das kleine Dorf namens Virhembe gebracht, in dem die Freiwilligen(Er und eine Deutsche)leben. Als ich mein "Zimmer" und vor allem die Dusche und Toilette gesehen habe, waere ich am liebsten sofort wieder umgekehrt denn das ist mit Abstand der "einfachste" Ort an dem ich jemals eine Nacht verbracht habe. Es fing an bei der RIESIGEN Kakerlake die mich in meinem Bett(in einer Art Stall) begruesste und als ich dann hoerte dass es nur ein Plumsklo gibt,haette ich wirklich fast angefangen zu heulen.(Habe bereits 5 Minuten nach meiner Ankunft den Spitznamen "Princess" von den anderen Freiwilligen bekommen, das ist allerdings kein KomplimentUnentschieden)

Ich haette es wirklich nicht erwartet aber ich habe mich relativ schnell daran gewoehnt. Meistens gibt es gar keine Elektrizitaet und wenn man duschen will, muss man mit 5 Liter Kanistern 10 Minuten zum Fluss marschieren und sie sich dann in der Dusche, in der mich neben 200 Fliegen auch einige Eidechsen neugierig begruesst haben,ueber den Kopf kippen. Die Toilette ist wie gesagt ein Plumsklo und die Zaehne putzt man sich einfach auf der Wiese vor der Haustuer neben den Kuehen und Ziegen,sehr idyllisch.

Morgens um 5:30 beginnt der Tag meistens mit lautem Getrommel und traditionellen Gesaengen der Einheimischen, das Zeichen dafuer, dass jemand gestorben ist. Traurigerweise hoert man das jeden Morgen, die Saerge werden hier deswegen auch, aehnlich wie ein Flohmarkt, auf offener Strasse verkauft.

Das Projekt an dem die Frewilligen hier teilnehmen hat mir aber sehr gut gefallen, beziehungsweise der Regenwald hat mir super gefallen! Es gibt hier zum Beispiel ueber 400 Arten von Schmetterlingen, die so schoen sind dass man es sich einfach nicht vorstellen kann!Weisse, lilane,hellblaue,bunt gemusterte und viele schwarze die oft so gross sind wie meine Hand.Leider sehr schwer zu fotografieren. Natuerlich leben in dem Regenwald auch viele Affen(sehen aus wie Herr Nilson aus Pipi Langstrumpf) und bunte Voegel(zum Beispiel Turkane, mit riesigen Schnaebeln!)Das Gerauesch wenn man den Wald betritt ist genau so wie man es sich vorstellt, viele Vogelgerausche und tropische Hitze(Die Luft ist sehr feucht), riesige Baeume und Pflanzen, die ich noch nie gesehen habe.

Die Frewilligen hier arbeiten an einem Projekt namens K.E.E.P. (Kakamega Environment Education Programme), bei dem in "Tree Nurseries" Baueme gepflanzt und gepflegt werden, um sie dann spaeter im Regenwald auszusetzen. Jeremy hat mir den Regenwald und den Aussichtsturm gezeigt, ich verstehe mich totalgut mit ihm, auch wenn er nicht besonders gut Englisch sprichtLachanfallHabe mir leider trotz intensivem Eincremen einen dicken Sonnenbrand eingefangen...habe die Sonne dort im Regenwald unterschaetzt! Ich ueberlge momentan sogar ob ich nicht fuer eine Woche ins Dschungelcamp nach Virhembe zieheLachanfall

Das waere zwar wirklich gewoehnungsbeduerftig fuer mich aber der Wald hat mir so gut gefallen....Ich weiss es nicht, jedenfalls bin ich Montag Morgen um 6 Uhr mit dem Matatu aufgebrochen und um 5 Uhr Nachmittags durch unendlich viele Pannen in Gilgil angekommen!

Jetzt besuche ich das Waisenhaus und lade noch ein paar Fotos hoch,

Ich vermisse euch und freue mich wie immer von euch zu hoerenKussKuss

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